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Die Vesperae solennes de Confessore KV 339 wurden 1780 von Wolfgang Amadeus Mozart komponiert. Sie folgen der katholischen Liturgie für eine Vesper und umfassen sechs Sätze, darunter fünf Psalmen aus dem Alten Testament und das Magnificat aus dem Lukasevangelium. Der Name de Confessore weist darauf hin, dass die Vesperae für den liturgischen Festtag eines heiligen Bekenners, z. B. eines heiligen Bischofs, verfasst wurden, solennes bedeutet „feierlich“ und weist auf eine Orchesterbesetzung mit Pauken und Trompeten hin.

Die Vesperae sind für Solisten (Sopran, Alt, Tenor und Bass), vierstimmigen Chor, 2 Trompeten, Pauken, 3 Posaunen, 2 Violinen und Generalbass (Violoncello, Kontrabass, Fagott und Orgel) komponiert. Besonders einprägsam ist die Sopranarie in Laudate Dominum.

Alle Sätze enden mit der Doxologie Gloria Patri.

Die Sätze sind:

  1. Dixit (Ps 110 (109) VUL)
  2. Confitebor (Ps 111 (110) VUL)
  3. Beatus vir (Ps 112 (111) VUL)
  4. Laudate pueri (Ps 113 (112) VUL)
  5. Laudate Dominum (Ps 117 (116) VUL)
  6. Magnificat (Lk 1,46-55 VUL)

Mozart komponierte das Werk während seiner Tätigkeit als Hofkomponist für den Erzbischof von Salzburg Hieronymus von Colloredo.

Die Missa in angustiis („Messe in der Bedrängnis“; auch Nelson-Messe, Hob. XXII: 11) in d-Moll ist die 11. Messkomposition von Joseph Haydn (1732–1809) und entstand im Jahre 1798. Sie wurde im selben Jahr in der Stadtpfarrkirche in Eisenstadt uraufgeführt, nachdem ursprünglich eine Aufführung in der Bergkirche vorgesehen gewesen war. Haydn schrieb die Messe für seinen langjährigen Auftraggeber und Patron Fürst Esterhazy. Wie ihr Name („Messe in der Bedrängnis“) sagt, entstand die Messe in einer schwierigen Zeit, nämlich in der Zeit der napoleonischen Kriege, der sogenannten „Franzosenzeit“. Das zeigt sich auch darin, dass dies die einzige Messe Haydns ist, die in einer Moll-Tonart verfasst ist. Außerdem besteht die Besetzung zusätzlich aus drei Trompeten, da der Fürst seine Holzbläser entlassen hatte. Die ursprüngliche Besetzung war somit: Streicher, Trompeten, Orgel und Pauken. Haydn ergänzte später Holzbläser- und Hörnerstimmen. Die Messe umfasst klassisch Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei. Sie weist viele düster klingende Momente auf, aber auch jubelnde Trompetenfanfaren. Das Werk soll seinen Beinamen dem Umstand verdanken, dass der britische Admiral Horatio Nelson auf seiner Rückreise von der siegreichen Seeschlacht vor Alexandria (bei Abukir), wo er die französische Flotte nahezu vernichtete, dem Fürsten Nikolaus II. Esterházy einen Besuch abstattete, wobei ihm (Lord Nelson) zu Ehren diese Messe aufgeführt wurde. Eine andere Legende besagt, dass Haydn während der Arbeit an der Messe erfuhr, dass Nelson Napoleon bei Abukir geschlagen hatte. Darauf führt man auch die Trompetenfanfaren innerhalb des Benedictus zurück.

Texte ©gemeinfrei, Wikipedia

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